Kickstarter: Monument – Endlich Ordnung für die eigene Bildersammlung

Auf Kickstarter habe ich vor Monaten ein sehr interessantes Projekt entdeckt: Monument – The world’s smartest photo storage and management device.


Monument Smart photo storage

© Monument


Jeder kennt das heutzutage: die eigene Bilderflut wird immer und immer größer. Wir fotografieren mittlerweile nicht mehr nur mit unserer normalen Digitalkamera.

Der Trend geht durch Smartphone & Actioncams eher zur Zweit- Dritt- oder sogar Viertkamera. Nicht selten hat man daheim neben einer digitalen Spiegelreflex noch eine Systemkamera im Regal liegen.

 

Über all das Bildmaterial Herr zu werden ist da schon teilweise eine echte Mammutaufgabe

Mir passiert es regelmäßig, dass ich vom Urlaub, von einem Geburtstag oder wo auch immer heim komme und die Kamera erst mal in der Tasche im Schrank verstaue. Da liegen dann die Bilder. Teilweise bis zum nächsten Urlaub. Es klingt verrückt, aber so erging es mir tatsächlich schon.

Oder aber, man kopiert die Urlaubsbilder auf seinen Rechner, löscht die Bilder aber nicht von der Kamera. Der nächste Geburtstag kommt, man schaltet die Kamera ein und weiß erst mal nicht mehr ob man die Bilder des letzten Urlaubs bereits gesichert hat. Zusammen mit den „neuen“ Bildern vom Geburtstag sichert man dann die gesamte Speicherkarte inkl. Urlaubsbilder auf seinem Rechner. Zur Sicherheit. Weil aus Zeitmangel kann man ja nicht schauen ob die Urlaubsbilder schon kopiert wurden ;-). Ich glaube so ergeht es vielen von uns.

Das Smartphone wird teilweise zur Primärkamera. Diese werden immer besser und die normalen Digicams langsam ein wenig verdrängt. Und da Speicher ja kein Geld mehr kostet und Google gerne all unsere Fotos kostenlos speichert, fotografiert man damit gerne und regelmäßig. Am besten alles. Vom Abendessen, Nachbars Katze bis hin zu Urlauben.

 

Das Kuddelmuddel ist perfekt

Fotos auf dem Rechner, Fotos auf Speicherkarten, Fotos auf dem Handy und Fotos im Onlinespeicher. So. Und jetzt ist die Frage wer hier noch durchblickt? Wahrscheinlich niemand. Wenn ich von mir spreche kann ich ganz klar bestätigen, dass ich nicht mehr durchblicke.

Und deshalb habe ich bei Kickstarter zugeschlagen und für die Monument-Kiste „investiert“.

 

Wie funktioniert Monument?

Die kleine Kiste wird daheim per LAN-Kabel ins private Netz gebracht, zusätzlich schließt man eine externe USB-Festplatte an. Einen eingebauten Speicher gibt es nämlich nicht. Die Bilder und auch die eigene Datenbank in der Monument seine Informationen ablegt, werden auf der USB-Festplatte gespeichert.

Dies hat einen großen Vorteil: Man ist völlig frei was den Speicher angeht und kann, sollte die Kapazitätsgrenze erreicht werden, einfach eine größere oder zusätzliche Platte anschließen. Die Migration auf eine größere Platte übernimmt Monument selbst.

Sobald Monument im Netzwerk eingebunden ist, kann man die Bilder z.B. vom Smartphone, per Monument-App auf den Speicher synchronisieren. Das kann, je nach Einstellung in der App, ganz automatisch passieren sobald mein Smartphone mit meinem WLAN-verbunden ist.

Monument Black with Phone

© Monument

 

Ebenso besitzt das kleine Wunderkästchen einen SD-Kartenslot. Idealerweise kommt man zukünftig also vom Geburtstag heim, steckt die Karte in den Slot – Monument erledigt den Rest.

 

Was macht Monument mit den Bildern?

Oh, eine Menge!

Nach dem automatischen Kopieren kann man die Bilder direkt in ein Album packen.

Zusätzlich überprüft Monument die Bilder auf

  • Gesichter
  • Szenen
  • GPS-Daten
  • Kameramodell

und legt diese Informationen in seiner Datenbank ab.

Dabei werden sämtliche Bildformate unterstützt, inkl. RAW-Dateien von Canon und Nikon. Weitere sollen folgen. Ebenso können Videofiles gespeichert werden.

 

Und dann?

Und dann kommt die eigentliche Intelligenz von Monument zum Vorschein.

Per App (verfügbar für Android und iOS) kann man nun auf diese oben analysierten Daten zugreifen.

Ich kann also z.B. nach Personen suchen (Gesichtserkennung).

Monument Gesichtserkennung

© Monument

 

Nach Szenen suchen, z.B. in diesem Beispiel nach Schnee.

Monument Szenenerkennung

© Monument

 

Im Beispiel ist das natürlich auf Englisch, jedoch werden weitere Sprachen bei der Suche verfügbar sein.

Ebenso ist es möglich per Landkarte nach Fotos zu suchen.

Monument Landkarte

© Monument

 

Zudem ist das Durchsuchen nach Kameramodell möglich, Favoriten anzeigen oder auch eine Zeitreise unternehmen. So kann man z.B. anschauen was heute vor einem Jahr an Fotos gemacht worden sind.

Monument Durchsuchen

© Monument

 

Das kann Google Fotos doch auch!

Ja, das stimmt.

Der Unterschied ist aber, dass bei Monument die Intelligenz im Gerät selbst verbaut ist! D.h. die komplette Verarbeitung, Analyse usw. passiert quasi offline daheim im Wohnzimmer. Keine Synchronisation der Daten in die Wolke.

 

Was kann Monument noch?

Die Bilder lassen sich sehr komfortabel über den heimischen TV anschauen und vorführen. Einfach HDMI-Kabel mit Monument verbinden. Per App wird die heimische Bildershow gesteuert. So vergammeln die Bilder in der Zukunft hoffentlich nicht auf dem Computer, sondern werden auch mal angeguckt. Ich finde es eine tolle Möglichkeit.

Ebenso wird Apple TV und Google Chromecast unterstützt.

 

Bilder teilen

Natürlich ist in der heutigen Zeit ganz wichtig Bilder „teilen“ zu können, d.h. anderen darauf Zugriff zu geben.

Auch das ist möglich. Wenn beispielsweise in der Familie eine zweite Monument-Kiste läuft, kann man die Bilder damit abgleichen. Dabei werden aber nur die Bilder synchronisiert, die ich freigebe.

Klar ist auch ein Teilen per Link möglich.

 

Mehrere Benutzer

Was ich auch absolut toll finde: Man kann mehrere Benutzer anlegen.

D.h. jeder in der Familie bekommt einen Account und kann getrennt von den anderen Accounts seine Bilder organisieren. Dabei besteht kein Zugriff auf die Bilder der anderen Familienmitglieder.

Freigeben der eigenen Bilder ist auch hier natürlich wieder möglich.

 

Schaut euch weitere Details einfach mal selbst auf der Kickstarter Seite an

Das Kickstarter-Projekt wurde schon längst erfolgreich finnaziert, derzeit kann man Monument – The world’s smartest photo storage and management device aber noch vergünstigt per Indiegogo erwerben.

Es lohnt sich, denn derzeit kostet das Gerät gerade mal $109 (+Versand), der endgültige Verkaufspreis wird doppelt so hoch sein.

 

Ich bin jedenfalls sehr gespannt und freu mich wie Bolle auf mein Monument.

Sobald ich das Kästchen habe, werde ich ausführlich berichten.

 

One Response

  1. Thomas 7. September 2016

Gib deinen Senf dazu